Wie ich meine IHK-Zwischenprüfung mit einer KI vorbereitet habe

Ibo · Auszubildender, IHK Würzburg

Ein paar alte Prüfungen kaufen, durcharbeiten, fertig? So macht es fast jeder. Bei mir hat das nicht gereicht. Also habe ich es anders versucht.

Ich bin Ibo und möchte euch heute etwas über meine Vorbereitung auf die Zwischenprüfung bei der IHK Würzburg erzählen. Nicht, weil ich alles perfekt gemacht habe, sondern weil ich am Ende einen Weg gefunden habe, der mir wirklich geholfen hat – und den ich so vorher noch nirgends gesehen hatte.

Der klassische Weg

Am Anfang habe ich das gemacht, was wohl die meisten machen: Ich habe mir ein paar der letzten Prüfungen besorgt. Alte Aufgaben durchrechnen, Lösungen vergleichen, ein Gefühl dafür bekommen, was drankommt. Das kennt jeder, der schon mal eine IHK-Prüfung vor sich hatte – und es ist auch nicht die schlechteste Idee.

Das Problem

Alte Prüfungen zeigen dir, was schon einmal drankam. Sie fragen dich aber nicht ab, sie merken sich nicht, wo du unsicher bist, und sie werden mit jedem Mal langweiliger – weil du irgendwann die Antworten auswendig kennst, nicht den Stoff dahinter.

Für ein Gefühl für das Format hat es gereicht. Für das eigentliche Lernen und Behalten war es mir am Ende zu wenig.

Der Perspektivwechsel: KI als Lernpartner

Deswegen wollte ich einen anderen Weg ausprobieren. Ich habe alle Prüfungsaufgaben, die ich gesammelt hatte, einer KI übergeben – mit der Bitte, daraus etwas zu machen, mit dem ich mich selbst immer wieder abfragen kann. Kein starres PDF mehr, sondern etwas, das sich an mich anpasst.

Quiz und Karteikarten zum Selbstabfragen

Aus den alten Prüfungsaufgaben sind so ein Quiz und Karteikarten entstanden, mit denen ich mich beliebig oft testen konnte. Das Gute daran: Ich musste nicht mehr raten, ob ich etwas wirklich verstanden oder mir nur die Lösung vom letzten Jahr gemerkt hatte.

In der Bahn, in der Pause oder abends auf dem Sofa konnte ich kurz ein paar Fragen durchgehen – ohne mich jedes Mal durch einen ganzen Prüfungsbogen zu arbeiten.

Die beste Idee kam zum Schluss: der Podcast

Am coolsten war für mich aber etwas anderes: Ich habe mir aus den gesamten Prüfungsaufgaben und Lerninhalten einen eigenen Podcast erstellen lassen – quasi meine komplette Zwischenprüfung als Gespräch zum Anhören.

Damit konnte ich lernen, ohne auf einen Bildschirm zu starren: beim Autofahren, beim Kochen, beim Spazierengehen. Der Stoff lief einfach nebenbei mit, und ich habe gemerkt, wie viel besser mir Dinge hängen bleiben, wenn ich sie mehrfach höre, statt sie nur einmal zu lesen.

Podcast · Ausschnitt

Kurz zusammengefasst

  • Alte Prüfungen kaufen und durcharbeiten, um das Format kennenzulernen
  • Prüfungsaufgaben als Grundlage für ein KI-generiertes Quiz nutzen, um sich selbst abzufragen
  • Mindmaps erstellen lassen
  • Karteikarten erstellen, um besser lernen zu können
  • Aus Aufgaben und Lerninhalten einen Podcast erstellen lassen, um auch unterwegs zu lernen
  • Alle Formen kombinieren, statt sich auf eine einzige Methode zu verlassen

Ibrahim Yildiz

17.09.2026

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